Bildung

M+E-InfoTruck

M+E-InfoTruck

InfoTruck der Metall- und Elektro-Industrie

Foto: Gesamtmetall

Seit über 30 Jahren informiert die Metall- und Elektro-Industrie an Schulen und Messen über die Ausbildungsberufe und die Berufswelt der Branche. An vielen Haupt-, Real- und Gesamtschulen sind die InfoTrucks schon lange ein selbstverständlicher Bestandteil des Berufskundeunterrichts. Der Einsatz ist für die Schulen kostenlos. Die Fahrzeuge kommen direkt zur Schule und stehen während der Unterrichtszeit zur Verfügung. Zunächst waren Gelenkbusse im Einsatz, die durch zehn neue, hochmoderne "M+E-InfoTrucks" ersetzt wurden und neue Maßstäbe in der Berufsinformation junger Menschen gesetzt haben.

Der damalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der die Schirmherrschaft über die Berufsinformations-Initiative der M+E-Industrie übernommen hat, und Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger haben Anfang Oktober 2014 den ersten neuen M+E-InfoTruck der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit den neuen InfoTrucks setzen wir ein Zeichen für die Berufsausbildung – und für unsere Investition in den Standort Deutschland.

Vor allem junge Frauen entscheiden sich noch nur selten für eine technische Ausbildung. Die alten Klischees haben sich aber überholt. Der typische Frauenberuf des 21. Jahrhunderts ist eben auch die Mechatronikerin oder die Anlagenmechanikerin – auch das zeigt der zweigeschossige InfoTruck auf einer etwa 80 m² großen Präsentationsfläche, die mit neuesten Multimedia-Anwendungen und anschaulichen Experimentierstationen Maßstäbe für moderne Berufsinformation setzt.

Jugendliche lernen an M+E-typischen Arbeitsplätzen technische Zusammenhänge kennen und erleben die Faszination Technik praxisnah und intuitiv. So können sie unter anderem eine computergesteuerte CNC-Fräsmaschine programmieren und ein Werkstück selbst fertigen. Ein Aufzugmodell demonstriert anschaulich, warum eine intelligente IT-Steuerung die Wartezeit für die Nutzer deutlich reduziert. Begleitet werden die Exponate durch interaktive Aufgabenstellungen und Hintergrundinfos auf Tablets.

Der "BerufeScout" auf dem mannshohen Touch-Monitor erklärt wichtige Inhalte zu den M+E-Berufen und zeigt das Ausbildungsangebot sowie freie Lehrstellen von Unternehmen in der Region.

Die zweite Fahrzeugebene bietet Raum für tiefergehenden Berufskundeunterricht. Eine eigens für die InfoTrucks entwickelte multimediale Weltneuheit ist die Antwort auf das sich verändernde Informations- und Mediennutzungsverhalten der Schüler/innen: auf einem 1,5 Quadratmeter großen Multitouchtable läuft eine animierte 3D-Softwareanwendung und lädt bis zu sechs Besucher gleichzeitig auf eine interaktive Erkundungsreise durch ein virtuelles M+E-Unternehmen ein. Sie können am Produktionsprozess eines Autos mitwirken und typische Aufgabenstellungen erledigen.

Ein erfahrenes zweiköpfiges pädagogisches Beraterteam begleitet die Schulklassen während ihres Besuchs im InfoTruck. Sie werden dabei häufig unterstützt von Ausbildern und Auszubildenden aus den Betrieben der Region, die praxisnah aus ihrem Arbeitsalltag berichten. Nicht selten entstehen dabei konkrete Kontakte zwischen den Jugendlichen und den Unternehmen.

M+E-Berufe-Stream: Neue digitale Live-Angebote für Schüler

Um trotz des coronabedingten Stillstands der M+E-InfoTrucks die Schüler weiterhin umfassend über die M+E-Berufe zu informieren, hat Gesamtmetall den M+E-Berufe-Stream als neues digitales Format entwickelt und seit Februar 2021 im Einsatz. In der einstündigen Live-Sendung erhalten jeweils bis zu 30 Schüler Informationen zu Berufsbildern und Bewerbung sowie zur Nutzung der verschiedenen Online-Angebote der M+E-Verbände. Die Beteiligung von Auszubildenden oder Ausbildern aus Mitgliedsunternehmen ist dabei ebenso vorgesehen wie die Nutzung der M+E-Berufe-App.

Und das kommt an: Innerhalb von sechs Wochen wurden 120 Streams an 55 Orten unter Beteiligung von 30 Mitgliedsunternehmen der M+E-Verbände durchgeführt. Ziel ist es, bei jedem abgesagten Truck-Einsatz den M+E-Berufe-Stream als virtuellen Ersatz anzubieten. Zudem wird auf die weiteren digitalen Angebote wie Webportale, YouTube-Videos und Unterrichtsmaterialien hingewiesen, die auch in den sozialen Medien kommuniziert und beworben werden.

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