Bildung

Qualifizierung und Weiterbildung

Qualifizierung und Weiterbildung

Foto: ThyssenKrupp System Engineering GmbH/Wilhelm Mierendorf

Die berufliche Qualifizierung der Mitarbeiter ist ein Kernanliegen für die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie. Die Unternehmen bauen auf ihre hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiter. Aus- und Weiterbildung lassen den Anteil der Fachkräfte an allen Beschäftigten seit langem kontinuierlich steigen: Heute sind rund 78 Prozent der Beschäftigten Facharbeiter und Akademiker. Die berufliche Weiterbildung ist zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der M+E-Unternehmen unerlässlich. Ohne die ständige Weiterbildung der Mitarbeiter wäre der Erfolg der Unternehmen auf den internationalen Märkten in den vergangenen Jahren nicht vorstellbar gewesen.

Nach der jüngsten Weiterbildungs-Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln haben im Jahr 2010 rund 82 Prozent der M+E-Unternehmen ihre Mitarbeiter weitergebildet. Die M+E-Unternehmen investierten 2010 pro Mitarbeiter rund 870 Euro in Weiterbildung, insgesamt sind es rund 3,5 Mrd. Euro. Drei Jahre zuvor waren es noch 1.070 Euro pro Mitarbeiter. Wesentlich für diesen zwischenzeitlichen Rückgang der Weiterbildungsausgaben ist die tiefe Krise der Jahre 2008 bis 2010, von der die M+E-Industrie besonders betroffen war. Die M+E-Unternehmen geben für die Ausbildung ihrer Fachkräfte im Jahr rund 4 Milliarden Euro aus. Damit investiert die Branche insgesamt pro Jahr etwa 7,5 Milliarden Euro in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter.

Betriebliche Weiterbildung muss sich am Qualifikationsbedarf des Betriebs orientieren und mit der Investitions- und Organisationsplanung abgestimmt sein. Es gibt deshalb in der Weiterbildung der M+E-Industrie eine vielfältige betriebliche Praxis mit betriebsindividuellen Lösungen.

Die betriebliche Weiterbildung steht vor besonderen Herausforderungen. Die Unternehmen müssen sich auf den demografischen Wandel sowie auf eine wachsende Fachkräfteknappheit einstellen und die Qualifizierung älterer Mitarbeiter organisieren. Dazu werden sich auch der Wandel auf den Märkten, die Innovationsdynamik, die internationale Vernetzung der Unternehmen sowie die Dienstleistungsorientierung weiter verstärken und die Beschäftigten vor neue Aufgaben stellen.

Dabei ist wichtig, dass auch die Mitarbeiter die berufliche Weiterbildung als wichtiges eigenes Zukunftsthema erkennen. Berufliche Qualifizierung nutzt Betrieben und Beschäftigten gleichermaßen. Lastensharing – etwa durch Einbringung von Freizeit – ist deshalb durchaus zumutbar.