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EU-Ratspräsidentschaft

Am 01.01.2026 hat Zypern turnus­gemäß die EU-Rats­prä­si­dent­schaft von Dänemark über­nommen. Damit leitet die zyprische Regierung in dieser Zeit alle Rats- und Minis­ter­treffen und ist für die Kompro­miss­suche unter den Mitglied­s­taaten zuständig. Die Regierung unter dem Präsi­denten der Republik Zypern, Nikos Chri­s­to­dou­lides, verfolgt das Motto: „Eine autonome Union. Offen für die Welt.“

Dies ist das zweite Mal, dass Zypern nach seiner ersten Amtszeit im Jahr 2012 den Vorsitz über­nommen hat.
Während ihres sechs­mo­na­tigen Rats­vor­sitzes wird die Republik Zypern den Vorsitz bei zahl­rei­chen Sitzungen und Konfe­renzen in Brüssel und Luxemburg sowie in Kamerun führen. Rund 260 Treffen werden in Zypern statt­finden, darunter 27 hoch­ran­gige Treffen wie ein infor­melles Treffen der Staats- und Regie­rungs­chefs und 19 infor­melle Minis­ter­räte.

EU-Ratspräsidentschaft 1. Halbjahr 2026: Zypern
EU-Ratspräsidentschaft 1. Halbjahr 2026: Zypern

Der nach­fol­gende Text stammt von der offi­zi­ellen Webseite:

Zypern übernimmt den EU-Rats­vor­sitz vor dem Hinter­grund akuter geopo­li­ti­scher Umwäl­zungen und Unvor­her­seh­bar­keit. Aber dieser Moment ist nicht ohne Präze­denz­fall. Europa war schon früher mit komplexen Krisen konfron­tiert, sogar mit exis­ten­zi­ellen, und hat darauf reagiert, indem es sich weiter­ent­wi­ckelt und verstärkt hat, um den Anfor­de­rungen der Zeit gerecht zu werden. Neu ist die Inten­sität, Plura­lität und Komple­xität der Heraus­for­de­rungen sowie das, was dieser Moment von unserer Union verlangt. Autonomie ist der nächste notwen­dige Schritt in der Entwick­lung unseres euro­pä­i­schen Inte­gra­ti­ons­pro­jekts. Wir brauchen ein Europa ohne Spal­tungen.

Vor diesem Hinter­grund wird der zyprische Rats­vor­sitz einen ehrgei­zigen und ergeb­ni­s­o­ri­en­tierten Ansatz verfolgen, der sich auf die folgenden über­ge­ord­neten Prio­ri­täten stützt:

  • Autonomie durch Sicherheit, Verteidigungsbereitschaft und Vorsorge
  • Autonomie durch Wettbewerbsfähigkeit
  • Offen für die Welt, autonom
  • Eine autonome Werteunion, die niemanden zurücklässt
  • Ein langfristiger Haushalt für eine autonome Union

Herausforderungen in Chancen verwandeln

Die euro­pä­i­sche Autonomie ist viel­schichtig und facet­ten­reich und erstreckt sich von Sicher­heit und Vertei­di­gung über Energie und Handel, Wett­be­werbs­fä­hig­keit neben dem grünen Wandel und digitale Inno­va­tion mit sozialem Zusam­men­halt, einschließ­lich erschwing­li­chem Wohnraum.

Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa seine Zukunft definiert und neu gestaltet, indem es einen selbst­be­wussten Ansatz zur Autonomie verfolgt. Dies wird von einem globalen Führer und einem stabilen, bere­chen­baren Partner erwartet, der fest im Multi­la­te­ra­lismus verankert ist und sich voll und ganz der Charta der Vereinten Nationen und dem Völker­recht, einschließ­lich des inter­na­ti­o­nalen Seerechts, verpflichtet. Diese Prin­zi­pien leiten den Aufbau von Stärke durch solide Part­ner­schaften auf der Grundlage von Regeln.

Der zyprische Rats­vor­sitz wird als verant­wor­tungs­be­wusster und ehrlicher Vermittler unter unein­ge­schränkter Achtung der insti­tu­ti­o­nellen Anstän­dig­keit und in enger Zusam­me­n­a­r­beit mit dem Euro­pä­i­schen Parlament und der Euro­pä­i­schen Kommis­sion handeln, um Heraus­for­de­rungen in Chancen umzu­wan­deln und sicher­zu­stellen, dass unsere Ambi­ti­onen mit Maßnahmen und greif­baren Ergeb­nissen einher­gehen.

Die stell­ver­tre­tende Minis­terin für euro­pä­i­sche Ange­le­gen­heiten der Republik Zypern, Marilena Raouna, sprach über die Vorstel­lung des Programms und die Prio­ri­täten des zypri­s­chen Vorsitzes im Rat der Euro­pä­i­schen Union (EU).

Unser Ziel ist es, eine ehrgeizige, aber realistische Präsidentschaft zu erreichen, die für alle europäischen Bürgerinnen und Bürger greifbare Ergebnisse liefert. Wir sind bestrebt, Lösungen für die Herausforderungen zu entwickeln, vor denen unsere breitere europäische Gemeinschaft steht.