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Europäische und Internationale Sozialpolitik

Europäische und Internationale Sozialpolitik

Foto: Gesamtmetall

Gesamtmetall ist auch auf europäischer und internationaler Ebene aktiv. Über unser Brüsseler Büro stehen wir in einem regen Austausch mit den Vertretern der EU-Institutionen und pflegen eine enge Kooperation mit den Verbindungsbüros unserer Mitgliedsverbände und den Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie, der BDA sowie dem europäischen M+E-Arbeitgeberdachverband CEEMET.

Jedem sozialpolitischen Richtlinienverfahren muss eine Sozialpartnerkonsultation vorangehen. Die Themen sind vielfältig – es geht unter anderem um Arbeitszeit, Altersvorsorge, die Einführung einer Geschlechterquote für börsennotierte Unternehmen, Elektromagnetische Felder, Ergonomie oder Lohnfindungsprozesse.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz liegt im ureigenen unternehmerischen Interesse. Die wachsende europäische Regelungsdichte sehen wir aber mit Sorge. Zunehmend werden genormte Lösungen vorgeschrieben, die mit der betrieblichen Wirklichkeit wenig zu tun haben. Die Anforderungen an die Beschäftigten und den Arbeitgeber müssen verständlich und praktikabel bleiben.

Wirtschafts- und Industriepolitik

Wir stehen zum Ziel der Europa-2020-Strategie, Wachstum und Beschäftigung in Europa zu schaffen. Eine gute Wirtschaftspolitik ist die beste Sozialpolitik. Jeder Gesetzesvorschlag – auch in der Sozialpolitik – muss konsequent den entscheidenden Test bestehen: Wird damit die Wettbewerbsfähigkeit gefördert? Ein "Nein" muss ein Ausschlusskriterium sein!

Gender- und Familienpolitik

Wir sind auf motivierte und qualifizierte Mitarbeiter angewiesen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sexueller Orientierung. Statt neuer gesetzlicher Vorgaben oder starrer Geschlechter-Quoten ist aber entscheidend, dass eine bessere Kinderbetreuung Frauen überhaupt erst die reale Chance gibt, Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Nach wie vor lehnen wir daher den europäischen Vorschlag für eine EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern unter den nicht geschäftsführenden Direktoren/Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Gesellschaften ab. Abgesehen davon, dass eine gesetzliche Quote das falsche Mittel für den richtigen Zweck ist, hat die EU hat weder die notwendige Rechtssetzungskompetenz für einen solchen Richtlinienvorschlag, noch sind das Subsidiaritätsprinzip und der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gewährleistet.

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