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BOSCH

Familie und Beruf im Herz der Wirtschaft – Best practice-Beispiele aus der Metall- und Elektro-Industrie: BOSCH

Bosch fördert die Verein­bar­keit von Beruf und Privat­leben durch flexible Arbeits­mo­delle, die es ermög­li­chen, beruf­liche Aufgaben mit fami­li­ären und persön­li­chen Bedürf­nissen in Einklang zu bringen. Dazu gehören beispiels­weise Teil­zeit­mo­delle, flexible Arbeits­zeiten, mobiles Arbeiten und Jobs­ha­ring. Auch Führungs­auf­gaben können in flexiblen Arbeits­mo­dellen wahr­ge­nommen werden. Ergänzend unter­stützt Bosch Familien unter anderem mit Angeboten rund um Kinder­be­treuung: von betriebs­nahen Einrich­tungen über Beratungs- und Vermitt­lungs­ser­vices bis hin zu Kinder­fe­ri­en­pro­grammen.

Eine Stelle, zwei Perspektiven

Ein Beispiel ist Jobs­ha­ring, das seit 2012 ein wichtiger Baustein für eine flexible Arbeits­welt bei Bosch ist. Heute sind grund­sätz­lich alle ausge­schrie­benen Stellen bei Bosch in Teilzeit oder Jobs­ha­ring möglich. Bei Bosch in Deutschland gibt es derzeit etwa 80 Tandems, d.h. rund 160 Mita­r­bei­tende über alle Tarif- und Führungs­ebenen hinweg, Tendenz steigend.

Beim Jobs­ha­ring teilen sich zwei Personen gemeinsam eine Stelle. Dies kann sich auf eine Exper­ten­funk­tion, eine Führungs­rolle, oder eine Projekt­ver­ant­wor­tung beziehen. Dabei hat jede Person des Tandems einen eigenen Arbeits­ver­trag. Aus einer Jobs­ha­ring-Part­ner­schaft entsteht keine gegen­sei­tige vertrag­liche Verpflich­tung. Die genaue Auftei­lung der Arbeits­zeit und Aufgaben liegt in der Verant­wor­tung der Tandem­partner und wird in Abstim­mung mit der Führungs­kraft sowie dem Team indi­vi­duell fest­ge­legt, um eine optimale Zusam­me­n­a­r­beit zu ermög­li­chen. Voraus­set­zung für ein funk­tio­nie­rendes Tandem ist daher ein hohes Maß an persön­li­cher Verbind­lich­keit und Loyalität gegenüber der Tandem­part­nerin oder dem Tandem­partner. Bei Bosch gibt es zwei Jobs­ha­ring-Modelle: Das Deckungs­mo­dell mit ähnlichen Quali­fi­ka­ti­onen und das Ergän­zungs­mo­dell, bei dem unter­schied­liche Kompe­tenzen gezielt kombi­niert werden. In der Praxis findet sich häufig eine Mischform dieser beiden Modelle.

Wie Jobs­ha­ring in der Praxis funk­tio­niert, zeigt das Beispiel von Judith Diem und Anita Tode. Die beiden arbeiten seit Anfang 2022 im Jobs­ha­ring und seit Ende 2023 in der Rolle als gemein­same Bereichs­lei­tung „Diver­sity, Equity & Inclusion” (DEI). Zuvor waren sie als Tandem in der Einkaufs-Gover­nance für Nach­hal­tig­keit tätig. Aus unter­schied­li­chen Moti­va­ti­onen heraus haben sie sich für ein gemein­sames Jobs­ha­ring-Modell entschieden. Es ermög­licht ihnen, ihre Kompe­tenzen zu bündeln, Führungs­ver­ant­wor­tung gemeinsam wahr­zu­nehmen und den Verant­wor­tungs­be­reich aktiv weiter­zu­ent­wi­ckeln. Gleich­zeitig ermög­licht das Jobs­ha­ring-Modell die notwen­dige Flexi­bi­lität, um beruf­liche Verant­wor­tung und Fami­li­en­leben mitein­ander zu verein­baren.

Ziele:
» Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in jeder Lebensphase
» Flexible Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten
» Flexibilität, Vertrauen und Wertschätzung im Arbeitsalltag aktiv vorleben

Zielgruppen:
» Alle Mitarbeitenden mit Familien- oder Betreuungsverantwortung oder dem Wunsch nach flexibler Lebensgestaltung

Angebote:

  • Flexible Arbeitsmodelle: Vollzeit, Teilzeit und Jobsharing auf allen Ebenen sowie Sabbaticals
  • Kinderbetreuung: An einigen Standorten gibt es Betriebskitas, Eltern-Kind-Offices sowie Betreuungs- und Ferienprogramme für Kinder von Mitarbeitenden. Zudem bietet Bosch Vermittlungsservices für Kinderbetreuung.
  • Firmeninterne Familiennetzwerke: z. B. Family@Bosch