Sozialpolitik

Altersvorsorge

Altersvorsorge

Altersvorsorge bei M+E

Foto: Gesamtmetall

Eine ergänzende Altersvorsorge gewinnt insbesondere unter dem Gesichtspunkt eines sinkenden Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung weiter an Bedeutung. Bereits um die Jahrtausendwende unternahm der Gesetzgeber mit dem Altersvermögensgesetz  erste Schritte zur Stärkung der  privaten und betrieblichen Altersvorsorge, um der drohenden Versorgungslücke entgegenzutreten. Seit 2002 wird der Aufbau einer zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge auf unterschiedlichen Wegen staatlich gefördert. So wurde vom Gesetzgeber ein Anspruch des Beschäftigten auf Entgeltumwandlung, also die Möglichkeit einer arbeitnehmerfinanzierten Altersversorgung, geschaffen, der zu einem Aufschwung der betrieblichen Altersversorgung führte. Daneben wurde der Aufbau einer kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge mithilfe der "Riester"-Förderung nach §§ 10 a, 82 ff. EStG attraktiver gemacht. Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) wurde nun zum 1. Januar 2018 die betriebliche Altersversorgung umfassend reformiert. Zahlreiche Einzelvorschriften sowohl im Arbeitsrecht der betrieblichen Altersversorgung als auch im Steuer- und Sozialversicherungsrecht wurden geändert. Das neue Konzept basiert im Wesentlichen auf zwei Eckpfeilern: Einerseits auf dem Sozialpartnermodell, das mit der reinen Beitragszusage den Tarifvertragsparteien neue Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Und andererseits auf einem steuerlichen Förderkonzept, mit dem insbesondere bei Geringverdienern die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung angeregt werden soll.

Die Metall- und Elektro-Industrie ist sich ihrer sozial- und tarifpolitischen Verantwortung im Bereich der Altersvorsorge bewusst und hat aus diesem Grund neben den Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung (TV EUW) im Jahr 2006 den Tarifvertrag über altersvorsorgewirksame Leistungen (TV AvwL) gesetzt. Dessen Ziel ist es, die ergänzende private Altersvorsorge der Beschäftigten durch einen speziellen tarifvertraglich vereinbarten Rentenbaustein zu fördern.

Eine solche tarifliche Verankerung eines Rentenbausteins war ein Novum in der M+E-Industrie und erschließt den Beschäftigten zusätzlich zur weiterhin möglichen Entgeltumwandlung die beiden "reformfesten" Altersvorsorgevarianten: "Riester-Verträge" in der privaten Altersvorsorge oder – sofern sich der Arbeitgeber für diese Option entscheidet – Arbeitgeberbeiträge in die betriebliche Altersvorsorge.

Bereits 2001 wurde die MetallRente GmbH gemeinsam von der IG Metall und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründet. Seitdem haben auch die Branchen der Holz- und Kunststoffverarbeitung, der Textil- und Bekleidungsindustrie und die Stahlindustrie Tarifverträge zur Entgeltumwandlung abgeschlossen und sind MetallRente beigetreten. MetallRente bietet Arbeitnehmern - unabhängig von der Größe des Unternehmens - sehr günstige Konditionen zur Schließung der Rentenlücke. MetallRente orientiert sich dabei am Leistungsangebot der gesetzlichen Rentenversicherung, was den Umfang der abzusichernden Risiken (Invalidität, Hinterbliebenenversorgung) und die Übertragbarkeit bei Arbeitgeberwechsel angeht.

Umfangreiche Informationen zu den Angeboten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber finden Sie bei der MetallRente.