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Verlust von 5.700 Arbeitsplätzen in der M+E-Industrie im Mai 2026

Standortkosten

Im Mai 2026 waren nach den heute veröf­fent­lichten Zahlen des Statis­ti­schen Bundes­amtes 3,736 Millionen Beschäf­tigte in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) tätig. Das waren 2,6 Prozent bzw. 100.800 Beschäf­tigte weniger als im Vorjah­res­monat. Im Vergleich zum April 2026 gingen saison­be­rei­nigt 5.700 Arbeits­plätze verloren. Der Arbeits­platz­abbau setzt sich damit seit fast zwei­ein­halb Jahren unun­ter­bro­chen fort. Gegenüber 2019 sind in der M+E-Industrie 327.000 Arbeits­plätze verloren gegangen, was einem Rückgang von 8,0 Prozent entspricht. Demge­gen­über war der Produk­ti­ons­rü­ck­gang mit 15 Prozent doppelt so hoch.

Gesamt­me­tall-Haupt­ge­schäfts­führer Oliver Zander: „Die Situation ist weiter drama­tisch. Jeder verlorene Arbeits­platz bedeutet weniger Wohlstand, weniger Zukunfts­per­spek­tive, geringere Steu­er­ein­nahmen und zusätz­li­chen Druck auf die Sozi­a­l­ver­si­che­rungen. Und das ist kein unab­wend­barer Schick­sals­schlag, sondern liegt an den Stand­ort­kosten und an der Büro­kratie – für zu viele Unter­nehmen lohnt es sich nicht mehr, hier am Standort zu inves­tieren. Aber was selbst verur­sacht ist, kann man auch selbst wieder gera­de­biegen. Deshalb muss die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Standorts absolute Priorität für die Politik haben. Nur mit beherzten Reformen lässt sich das Ausbluten stoppen.”

Die privaten Ausrüs­tungs­in­ves­ti­ti­onen liegen in Deutschland 17 Prozent unter dem Niveau von 2019. In der M+E-Industrie sind diese sogar um mehr als 20 Prozent einge­bro­chen. Aufgrund der schlechten Rahmen­be­din­gungen am Standort Deutschland inves­tieren die M+E-Unter­nehmen seit 2020 weniger in neue Maschinen als abge­schrieben wird. Damit veraltet der Maschi­nen­park und die Betriebe verlieren weiter an Produk­ti­vität und inter­na­ti­o­naler Wett­be­werbs­fä­hig­keit, was immer mehr Jobs kostet.

Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt.