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„Wir müssen davon ausgehen, dass das Personal weiter reduziert wird.“

Arbeitsplatzabbau

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander erläutert in der Welt die Krise der Industrie:

„Wir müssen davon ausgehen, dass das Personal weiter reduziert wird.“ In vielen Betrieben habe die eigent­liche Anpas­sungs­welle noch gar nicht begonnen. Die verlo­renen Stück­zahlen seien permanent: „Es ist nicht absehbar, dass die wieder­kommen.“ Zwar gebe es in der Metall- und Elektro-Industrie durchaus Licht­blicke: Der Rüstungs­be­reich boomt, sonstige Fahr­zeug­bauer wie Panzer- und Muni­ti­ons­her­steller verzeichnen teils sechsfach höhere Auftrag­s­ein­gänge als noch 2015. Doch die Größen­ver­hält­nisse seien eindeutig: Maschi­nenbau, Auto­in­dus­trie und Metall­her­stel­lung sind die Dick­schiffe der Branche und sie befinden sich im negativen Bereich. Was die kleineren, wach­senden Segmente aufbauen, kann den Verlust nicht ausglei­chen.

Besonders beun­ru­hi­gend ist in diesem Zusam­men­hang, was Zander die „nächste Welle“ nennt. Das Muster ist in der Auto­mo­bil­in­dus­trie bereits zu beob­achten: Zunächst haben die großen Hersteller wie Volks­wagen, begonnen, Personal abzubauen. Jetzt folgen die soge­nannten Tier-1 Zulie­ferer, die direkten Liefe­ranten der Fahr­zeug­her­steller. Und dann, mit zeit­li­chem Abstand, trifft es die Beschäf­tigten der mittel­stän­di­schen Betriebe, die weiter unten in der Liefer­kette sitzen. „Das wird sich jetzt mate­ri­a­li­sieren“, sagt Zander.

Aus Sicht der Arbeit­ge­ber­ver­treter müsste die Politik das angehen, was sie die „Vier Plagen“ nennen. Gemeint sind Ener­gie­kosten, Steuern, Sozi­a­l­ab­gaben und Büro­kratie. Jede für sich sei schon proble­ma­tisch, zusammen seien sie toxisch für den Standort.