Lars Kroemer
Abteilungsleiter Volkswirtschaft und Statistik
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Die M+E-Neuaufträge erhielten im Februar einen erneuten Dämpfer, nachdem sie bereits im Januar spürbar rückläufig waren. Hintergrund der starken Schwankungen sind Großaufträge insbesondere aus dem Verteidigungsbereich. Darüber hinaus ist die Auftragslage weiter schwach: Die Auslastung sank auf 78 % und unterschreitet den Normalwert von 85 % deutlich. Ein Drittel der M+E-Unternehmen meldet Auftragsmangel als Produktionshindernis. Zumindest wurde die Nachfrageentwicklung im Februar und März überwiegend positiv bewertet, wodurch die Auftragsbestände nicht mehr ganz so negativ wie noch zum Jahresanfang beurteilt wurden. Durch den Irankrieg drohen allerdings erneute Rückschläge.
Die M+E-Produktion schrumpft im Februar um 0,4 % gegenüber dem Vormonat. Dieser dritte Rückgang in Folge bestätigt den anhaltenden Abwärtstrend. Das Produktionsvolumen verharrt auf dem schwachen Vorjahresniveau und zeigt eine Entkoppelung von den Sondereffekten des Schlussquartals 2025.
Die M+E-Umsätze konnten sich durch die Abrechnung einiger Großaufträge zwar stabilisieren. Allerdings wird die Stabilisierung nur von wenigen Industriezweigen getragen und ist entsprechend sehr differenziert.
Die Zahl der M+E-Beschäftigten fiel im Februar ungebremst weiter auf 3,767 Mio. (-2,5% bzw. -97.300 zum Vorjahr). Saisonbereinigt gingen innerhalb eines Monats über 10.000 Arbeitsplätze verloren. Seit zwei Jahren ist die Beschäftigung damit ununterbrochen rückläufig. Im Vergleich zu 2019 sind fast 300.000 M+E-Arbeitsplätze verloren gegangen.
Das M+E-Geschäftsklima ging im März wieder zurück und lag weiter im Rezessionsbereich. Sowohl Lage als auch Erwartungen wurden etwas pessimistischer eingeschätzt. Die Stimmung trübte sich zwar bislang weniger stark ein, als infolge der enormen Verunsicherung durch den Irankrieg befürchtet wurde. Produktions- und Exportpläne blieben ungeachtet der neuen Unsicherheiten zwar im positiven Bereich, das volle Ausmaß der Eskalation sowie die damit einhergehenden Kostensteigerungen bei Energie und einigen Rohstoffen sind aber noch nicht absehbar.
Die privaten Ausrüstungsinvestitionen brachen Ende 2025 nochmals ein, wohingegen die Staatsausgaben deutlich expandierten. Die Wettbewerbspositionzu außereuropäischen Standorten wird von jedem dritten M+E-Unternehmen negativ bewertet. Die Investitionspläne der Unternehmen sind daher weiter negativ. Der Standort ist nachhaltig geschädigt. Ohne mutige Strukturreformen setzt sich die Deindustrialisierung fort.