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Die Konjunktur in der Metall- und Elektro-Industrie

Ohne Industrie kein Wohlstand Konjunkturbericht

Rezession setzt sich in der M+E-Industrie fort – konjunkturelle Talsohle noch nicht erreicht

Der Auftragseingang bleibt rückläufig. Im April gingen die Neuaufträge weiter zurück. Im ersten Jahresdrittel wurde das Vorjahresniveau insgesamt um 4,6 Prozent (nominal) bzw. 6,1 Prozent (preisbereinigt) unterschritten. Auch im Mai wurden Nachfrage und Auftragsbestände durch die M+E-Firmen nochmals schlechter beurteilt.

Umsatz und Absatz waren im April ebenfalls rückläufig. Der Trend folgt den weiter sinkenden Neuaufträgen. Im Zeitraum Januar bis April lag der Umsatzwert um 3,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau; das reale Absatzvolumen warum 5,4 Prozent geringer. Angesichts der schwachen Auslastung droht sich der Negativtrend fortzusetzen.

Die M+E-Produktion konnte sich im April infolge einzelner Sondereffekte etwas stabilisieren. Dennoch lag das Produktionsvolumen im ersten Jahresdrittel 6,6 Prozent unter dem Vorjahr. Die Frühindikatoren zeigen zudem eine Rückkehr zum Abwärtstrend an: Die Produktionspläne sind weiter überwiegend abwärtsgerichtet, der Lkw-Verkehr war im Mai wieder rückläufig.

Die Zahl der M+E-Beschäftigten lag im April mit 0,2 Prozent kaum mehr über dem Vorjahr. Saisonbereinigt wurde das dritte – wenn auch jeweils leichte – Minus zum Vormonat in Folge registriert. Bei Automotive und im Metallzulieferbereich liegt die Beschäftigung bereits unter dem Vorjahr. Gleichzeitig verfestigt sich trotz der Rezession die Fachkräftelücke an anderen Stellen weiter.

Das M+E-Geschäftsklima blieb im Mai nahezu unverändert auf schwachem Niveau. Die Lagebeurteilung trübte sich weiter ein. Der Anteil der Pessimisten für die kommenden Monate nahm dagegen leicht ab. Allerdings waren die konkreten Firmenpläne weiter überwiegend abwärtsgerichtet.

Die Inflationsrate stieg im Mai leicht auf 2,4 Prozent an. Die Kerninflation blieb aufgrund gestiegener Dienstleistungspreise auf hohem Niveau. Die Bundesbank erwartet in ihrer aktuellen Projektion, dass die Inflationsrate angesichts des hohen Lohndrucks nur noch langsam zurückgehen wird.