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M+E-Arbeitslosigkeit im März 2026 auf höchstem Niveau seit 2014

Zentrale Stimmungsindikatoren für größte deutsche Industriebranche weiterhin im Minus

Die Lage am Arbeits­markt in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) hat sich weiter verschlech­tert. Nach den heute von der Bunde­s­agentur für Arbeit veröf­fent­lichten Zahlen waren im März 2026 rund 178.000 Personen in quali­fi­zierten M+E-Berufen arbeitslos gemeldet. Das war der höchste März-Wert seit 2014. Gegenüber Februar erhöhte sich die Anzahl an Arbeits­losen saison­be­rei­nigt um 0,7 Prozent bezie­hungs­weise fast 1.300 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 12.700 mehr Personen in quali­fi­zierten M+E-Berufen arbeitslos gemeldet, was einem Plus von acht Prozent entspricht. Die Anzahl der offenen Stellen sank im gleichen Zeitraum um zwei Prozent auf nunmehr 121.700. Damit waren rund 3.000 weniger offene Stellen als im Vorjah­res­monat gemeldet.

Gesamt­me­tall-Chef­volks­wirt Lars Kroemer: „Dem Standort Deutschland läuft die Zeit davon, zumal die Auswir­kungen des Iran­kriegs auf die Welt­wirt­schaft und die deutsche Wirt­schaft in den kommenden Wochen immer stärker durch­schlagen. Umso wichtiger ist jetzt, dass die Bundes­re­gie­rung die vier Stand­ort­plagen über­bor­dende Büro­kratie, explo­die­rende Ener­gie­kosten sowie zu hohe Sozi­a­l­ab­gaben und Steuern unver­züg­lich mit konkreten Maßnahmen bekämpft. Die im Koali­ti­ons­ver­trag verspro­chene Einfüh­rung der Wochen­a­r­beits­zeit wäre beispiels­weise ein wichtiges Signal für die Reform­be­reit­schaft. Oberste Priorität muss außerdem der Büro­kra­tie­abbau haben. Unter allen Umständen muss ein zusätz­li­cher Büro­kra­tie­aufbau verhin­dert werden.“

Die Perso­nal­pläne der M+E-Unter­nehmen waren im März 2026 weiter abwärts­ge­richtet. Der monatlich vom ifo-Institut erhobene Saldo aus Auf- und Abbau lag bei minus 17 Punkten. 29 Prozent der M+E-Unter­nehmen müssen (weitere) Stellen streichen, während nur zwölf Prozent mit Erwei­te­rungen planen.

„Für ein Ende des Arbeits­platz­ab­baus muss es sich wieder lohnen, hier am Standort zu produ­zieren und zu inves­tieren. Schöne Reden und Reform­ver­spre­chen allein tragen nichts zum Wohlstand bei, sonst wären wir längst die führende Wirt­schafts­na­tion der Welt. Statt­dessen brauchen wir jetzt konkrete Reformen, um die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Landes zu verbes­sern und Vertrauen in den Standort zurück­zu­ge­winnen“, so Kroemer weiter.

Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunk­tur­be­richt unter hier.