Standort & Konjunktur
Konjunkturbericht
Schlechte Standortbedingungen bremsen Stabilisierung weiter aus: Trotz einzelner Hoffnungszeichen bleibt die M+E-Industrie weiter im Rezessionsbereich. Hintergrund sind vor allem die desolaten Wettbewerbsbedingungen am Standort, wodurch die Investitionen weiter im Keller bleiben. Vor allem im Fahrzeugbau halten Nachfrageschwäche, Pessimismus und Pläne zum Jobabbau unvermindert an. Eine selbsttragende Stabilisierung der Konjunktur steht damit weiter aus.“
Grafik der Woche
M+E-Arbeitslosigkeit steigt über kritische Marke: Im August 2026 waren rund 180.300 Personen mit M+E-typischen qualifizierten Jobs (Berufsabschluss oder Akademiker) arbeitslos gemeldet. Der höchste Stand seit Februar 2021 – als die Corona-Krise weltweit zu Stillstand führte – und abgesehen davon der höchste Wert in einem August seit 2010. Dass sich der Arbeitsmarkt weiter verschlechtert, zeigt deutlich, dass die Standortkrise anhält. Deutschland braucht das vom Kanzler angekündigte Tempo bei der Umsetzung der Strukturreformen, sonst setzt sich die Deindustrialisierung fort.
Konjunktur-Kennzahlen (letzte verfügbare Monatswerte)
Branchenportrait
Die Metall- und Elektro-Industrie ist die industrielle Schlüsselbranche unseres Landes, mit über 25.000 Unternehmen und rund 3,9 Millionen Beschäftigten. Und so unterschiedlich wie die Produkte sind auch die Betriebe. Wir sind das Herz der Wirtschaft.
Strukturberichte
Die aktuelle Standortkrise setzt den Wohlstandstreiber M+E-Industrie erheblich unter Druck. Das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist seit 2019 praktisch nicht gewachsen. Damit befindet sich Deutschland in der längsten Wachstumsschwäche in der Geschichte der Bundesrepublik.
Der Strukturbericht für die Metall- und Elektro-Industrie in Deutschland zeigt in jährlicher Abfolge Strukturen und Zusammenhänge für Deutschlands wichtigsten Industriezweig auf.
Strukturwandel in der M+E-Industrie
Was ist Strukturwandel und was unterscheidet ihn von einer Transformation? Diese Studie soll das Phänomen „Strukturwandel“ konzeptionell erfassen, Treiber identifizieren und seine Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der deutschen Metall- und Elektro-Industrie herausarbeiten.