Das vom ifo-Institut für Gesamtmetall monatlich erhobene Geschäftsklima für die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) blieb im Februar 2026 unverändert bei minus 10 Punkten (Januar: minus 10 Punkte). Die aktuelle Lage wurde mit minus 14 Punkten kaum besser als im Januar (minus 16 Punkte) bewertet. Die Erwartungen für das kommende Halbjahr gaben sogar leicht auf minus 6 Punkte nach (Januar: minus 5 Punkte). Damit befinden sich die zentralen Stimmungsindikatoren für die mit knapp 3,8 Millionen Beschäftigten größte deutsche Industriebranche unverändert im Rezessionsbereich. Lichtblicke gab es zwar durch verbesserte Produktions- und Exportpläne. Allerdings bewerteten die M+E-Unternehmen ihre Auftragsbestände mehrheitlich weiter sehr negativ.
Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander: „Die Stimmung der M+E-Unternehmen ist unverändert schlecht. Der Stabilisierung fehlt es an Breite, da die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts weiter massiv unter Druck steht. Die Bundesregierung muss das Reformtempo deutlich erhöhen. Die sofortige Stabilisierung der Sozialabgaben und dann deren baldige Absenkung auf 40 Prozent sind unverzichtbar. Zudem brauchen die Unternehmen eine wirkliche Entlastung von Bürokratie, insbesondere indem der deutsche Sonderweg im Lieferkettengesetz endlich verlassen und das Bundestariftreuegesetz gestoppt wird. Stattdessen müssen Verabredungen aus dem Koalitionsvertrag, z. B. die Einführung der Wochenarbeitszeit ohne Tarifvorbehalt und die Absicherung der Vertrauensarbeitszeit ohne Arbeitszeitaufzeichnung, endlich kommen. Hier muss die Bundesarbeitsministerin endlich liefern. Denn ohne eine stabile Wirtschaft gibt es auch keine stabile Regierung.“
Weitere Zahlen und Daten zur Metall- und Elektro-Industrie im aktuellen M+E-Konjunkturbericht unter hier.
Alexander Dennebaum
Pressesprecher
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