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Verbindliche Bildungsziele und datengestützte Unterrichtsentwicklung sind der Schlüssel zur Beendigung der Bildungskrise

Gesamtmetall zum SWK-Gutachten

Gesamt­me­tall unter­stützt die heute vorge­legten Empfeh­lungen der Ständigen Wissen­schaft­li­chen Kommis­sion der Kultus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (SWK), verbind­liche und messbare Bildungs­ziele politisch fest­zu­schreiben und sie mithilfe flächen­de­ckender, daten­ge­stützter Prozesse der Schul- und Unter­richt­s­ent­wick­lung umzu­setzen. Besonders wichtig ist aus Sicht von Gesamt­me­tall, dass bei Nich­ter­rei­chen dieser Ziele eine gezielte indi­vi­du­elle Förderung jedes einzelnen Schülers sicher­ge­stellt wird. „Grund­lage eines jeden Bildungs­mo­ni­to­rings muss die Einfüh­rung verbind­li­cher, messbarer Bildungs­ziele in allen Bundes­län­dern sein“, betonte Gesamt­me­tall-Haupt­ge­schäfts­führer Oliver Zander. „Denn nur, was man misst, kann man auch verbes­sern. Wir können es uns nicht erlauben, eine weitere Gene­ra­tion durch die Bildungs­krise abzu­hängen. Wir stimmen der SWK ausdrü­ck­lich zu, dass die beste­henden Systeme des Bildungs­mo­ni­to­rings besser inein­an­der­greifen müssen, damit daten­ge­stützte Schul- und Unter­richt­s­ent­wick­lung an allen Schulen möglich wird und die indi­vi­du­elle Förderung jedes einzelnen Schülers gewähr­leistet ist.“

Anlass ist die weiterhin hohe Zahl junger Menschen ohne Schul­ab­schluss sowie der Umstand, dass selbst ein formaler Abschluss häufig keine Ausbil­dungs- oder Studi­en­reife gewähr­leistet. Nach Auffas­sung des Verbands gefährdet diese Entwick­lung die Fach­kräf­te­si­che­rung in der Metall- und Elektro-Industrie und beein­träch­tigt schon jetzt die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Indus­tri­e­stand­orts Deutschland.

Für ein wirksames Bildungs­mo­ni­to­ring seien aus Sicht von Gesamt­me­tall regel­mä­ßige Lern­stand­ser­he­bungen an allen Schulen, schulin­terne Ziel­ver­ein­ba­rungen und eine konti­nu­ier­liche Evalua­tion der Unter­richts­qua­lität uner­läss­lich. Die im Rahmen von Lern­stand­ser­he­bungen und Vergleichs­a­r­beiten erhobenen Daten müssten den evalu­ierten Schulen voll­ständig zur Verfügung stehen. Gleich­zeitig sollten die Ergeb­nisse für die Bildungs­ver­wal­tungen in Ländern und Kommunen trans­pa­rent kommu­ni­ziert werden. Fest­ge­stellter Förder­be­darf müsse unmit­telbar zu klar defi­nierten und konse­quent umge­setzten Förder­maß­nahmen führen.

Das Gutachten der SWK ist hier abrufbar: https://swk-bildung.org/content/uploads/2026/03/SWK_2026_Gutachten_Daten­ges­tu­etzte-Entwick­lung.pdf